Transkription #4: Ein Brief aus Ettlingen

Vorderseite

1. Sept[ember]. [19]26.

Sehr geehrtes gnädiges Fräulein,

Infolge Ihres törichten Benehmens, das sich

bis aufs Brief schreiben mir gegenüber erstreckt

tappe ich heute noch im Dunkeln, da ich den Ein-

druck habe, dass ihr Gesicht zu diesem Benehmen

im Widerspruch steht. Um mir Klarheit zu

verschaffen ohne, dass Sie vorher sprechen noch schrei-

ben müssen, möchte ich jetzt versuchen Ihnen

Fragen vorzulegen die ich selbst in verschie-

dener Weise beantworte, so dass Sie nur

die falsche Antwort durchzustreichen haben.

Vielleicht sind Sie dann wenigstens so

liebenswürdig und geben mir den korrigierten

Brief heute od[er]. Spätestens Morgen früh zu-

rück, damit ich danach meine weiteren Schritte

einrichte. In Ettlingen weiß Niemand wo

ich mich z[ur]. Z[ei]t. befinde. Ich hoffe zuversichtlich

dass ich wenigstens das erreiche

Ihr tief ungl[ücklicher]

Rückseite

  1. Hat es einen Sinn dass ich mir eine andere Erquickung
    suche? Ja Nein
  2. Würden Sie wenn mir (Einschub von oben: innerhalb einer noch festzusetzenden Zeit) das gelingen würde ans
    Standesamt folgen         Ja Nein
  3. Würden Sie mir auch nach Asien folgen?
    Ja Nein
  4. Haben Sie sich getäuscht als Sie mir sagten,
    dass Sie mich lieb haben?           Ja Nein

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